Sommerlager 2022 – Metzingen (Berliner Heide)

Diesmal ein Bericht von einem Anfänger. Ich habe erst im Mai mit dem Segelfliegen angefangen, und daher die Chance auf eine Woche Fliegen nicht ausgelassen.

Für 17 Segelfliegerinnen und Segelflieger ging es diesen Sommer in die schöne Lüneburger Heide nach Metzingen bei Celle. Vom 09. Juli bis zum 16. Juli waren wir mit 6 Vereinsflugzeugen des LSVBRS und 2 Privaten beim Flugplatz Berliner Heide zu Besuch.

Der Flugplatz:

Das Gelände des Flugplatzes erstreckt sich am östlichen Ortsrand von Metzingen. Mit einer engen Bindung zum Ort und den Einwohnern, kann auf dem Segelfluggelände Berliner Heide aktiv der Luftsport ausgeübt werden. In den 70er Jahren wurde das Gelände von Luftsport-Interessierten aus der Umgebung und aus dem Großraum Berlin errichtet. Durch diese Beziehung nach Berlin, und der ehemals aktiven drei Vereine aus Berlin, verdankt dieser Flugplatz auch noch heute seinen Namen. Im Laufe der Zeit haben sich die Vereine, Menschen und auch Genehmigungen geändert.

Der Flugplatz befindet sich am Südrand der Lüneburger Heide und ist aus allen Teilen Niedersachsens gut zu erreichen. Mit einer Länge von 1100m und einer Breite von 125m, bietet der Segelflugplatz Berliner Heide ausreichend Platz für startende und landende Gleitschirme, Segelflugzeuge, Motorsegler und Ultraleicht-Flugzeuge.

Aktivitäten:

Angekommen, wurden erst einmal die Zelte aufgebaut und Zimmer verteilt.
Die Flugzeughänger standen in Reih und Glied am Startfeld.
Nachdem wir unsere Zelte aufgebaut hatten, wurden wir sehr nett von David vom VfL Südheide willkommen geheißen.
Den Tag haben wir mit einem gemütlichen Grillabend und vielen Geschichten ausklingen lassen.

Aufrüsten unseres Twin Astir II im Fliegerlager

Der nächste Morgen begann mit einem Frühstück und anschließendem Aufrüsten der Flugzeuge.
Zuerst bekamen die Fluglehrer ihren Einweisungsstart, um die örtlichen Gegebenheiten kennenzulernen. Unsere Windenfahrer mussten sich mit einer Tost Winde mit Stahlseilen vertraut machen.
Der ein oder andere Seilsalat und auch ein Seilriss zu Anfang waren leider auch dabei. Dies und eine defekte Kupplung an Uwes 4B haben leider viel Zeit gekostet, so dass nicht sonderlich viele Starts gemacht werden konnten.

Leider war das Wetter nicht unbedingt auf unserer Seite. Wir hatten die ganze Woche recht starken Seitenwind, so dass für die Schüler längere Flüge nicht möglich waren.
Eric und Matthias schafften es trotz alledem fast bis Magdeburg und wieder zurück.

293 km in 5 Stunden 17 Minuten, und einen weiteren Flug mit 185 km in 3 Stunden 38 Minuten.

Der obligatorische Erdbeerbecher wurde mir auch nicht vorenthalten.
Am Donnerstag kamen noch ein paar Nachzügler: Klaus, Thomas und Marcel mit seinen Kindern.

Die Abende wurden draußen mit selbstgekochtem Abendessen oder beim gemeinsamen Grillen mit einem Steak und Svens hervorragendem Kartoffelsalat in netter Runde verbracht.

Da ich auf den Komfort von einem eigenen Badezimmer nicht verzichten wollte, hatte ich eine Unterkunft in 10 Minuten Entfernung. Daher kann ich zu den prekären Geschichten, bei denen ich nicht anwesend war, leider nichts sagen…

Fazit:

Ein schönes Fluglager ging leider zu Ende. Eric, Guido, Ralf, Wilfried, Markus, Rainer, Mathilda, Sven, Uwe, Matthias, Pia, Shashi, Ludovico, Lukas, Laura und Gerhard mit den Nachzüglern Klaus, Thomas und Marcel mit seinen Kindern hatten riesigen Spaß. Ich als blutiger Anfänger habe zwar viel gelernt, hätte mir aber doch einen flüssigeren Flugbetrieb mit noch mehr Starts gewünscht.
Und vielen Dank an Ludovico, der, wie immer, viel zu viel gemacht hat.

Flugzeuge:

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Sommerlager 2020 Pirna

Für zwanzig Segelfliegerinnen und Segelfliegern ging es diesen Sommer in die schöne Sächsische Schweiz nach Pirna bei Dresden. Vom 12. Juli bis zum 25. Juli waren wir mit 6 Vereinsflugzeugen des LSV-BRS beim Aeroclub Pirna zu Besuch.

Der Flugplatz:

Der Sonderlandeplatz Pirna befindet sich ca. 15 km östlich von Dresden und ca. 2 km nordwestlich des Pirnaer Stadtzentrums. Der Flugplatz besitzt eine 900m lange Grasbahn. Angesiedelt ist der Aeroclub Pirna dort mit ca. 170 Mitgliedern. Entstanden ist der Flugplatz nach dem zweiten Weltkrieg, als Flugsportenthusiasten auf der Suche nach einem geeigneten Gelände waren.

Niedrige Bodenwertzahlen machten das Gelände des heutigen Flugplatzes auf sich aufmerksam.

So konnte 1958 der erste Start durchgeführt werden und 1975 dann die Fertigstellung des Flugplatzes. Betreiber war damals die Gesellschaft für Sport und Technik (GST) der DDR. Durch Fluchten aus der DDR wurden jedoch viele grenznahe Flugplätze geschlossen und es kam nur noch der militärische Nutzen in den Vordergrund. Erst nach der Wende kam die Unabhängigkeit und somit die Gründung des Aeroclub Pirna.

Aktivitäten:

Angekommen, mussten wir uns erst mal entscheiden, wohin wir unsere Zelte aufbauen sollten. Auswählen konnten wir zwischen einem Platz mit Bodenwespen oder einem kleinen Wäldchen mit Ameisen neben einer Staatsstraße. Dadurch musste man sich entscheiden, ob man das Risiko eingeht eventuell gestochen zu werden oder ein paar Ameisen im Zelt zu haben und dabei morgens von der Staatsstraße geweckt zu werden.

Nachdem wir unsere Zelte aufgebaut haben, konnten wir erste Bekanntschaft mit den Ortsansässigen Piloten machen, die gerade dabei waren, ein Segelflugzeug abzurüsten. Jedoch hatten sie Probleme damit das Höhenleitwerk abzumontieren. Guido aber konnte helfen und hat dieses mit wenigen Handgriffen abmontiert. Den Tag ließen wir in einer Gaststätte in der schönen Pirnaer Altstadt ausklingen.

Der nächste Morgen begann mit einem Frühstück und anschließendem aufrüsten der Flugzeuge. Jeder von uns bekam einen Einweisungsstart, um die örtlichen Gegebenheiten kennenzulernen. Dabei haben wir das erste Mal Bekanntschaft mit der Pirnaer Elektrowinde gemacht. Eine neue Erfahrung, denn plötzlich kamen Begriffe wie ,,Deka Newton“ (daN) auf, denn diese Winde hat die Besonderheit nach vorgegebener daN-Zahl zu schleppen, die vom Gewicht des Flugzeuges abhängig ist.

Im Enddefekt schleppt diese aber ähnlich wie unsere Gas-Winde. Im Laufe des Tages stießen einige von der Airbus HFB – Fluggemeinschaft hinzu. Beheimatet sind sie in Wenzendorf einem kleinen Dorf nahe Hamburg. Also lernte man sich kennen und verbrachte so mit den netten Hamburgern zusammen die zwei Wochen am Platz.

Die Tage waren vom Wetter her sehr abwechslungsreich. An einigen Tagen hatten wir sehr gute Wetterlagen, wodurch einige von den Scheininhabern die Gelegenheit hatten, die schöne Landschaft der sächsischen Schweiz und das Elbsandsteingebirge zu erkunden. Sehr lange Flüge waren möglich und einige von uns blieben bis zu sechs Stunden in der Luft.

Die Flugschüler kamen aber auch nicht zu kurz. Diese waren es von Hangelar gewohnt ein Luftraumdeckel von 760m über sich zu haben, wodurch sie nur bei Freigaben bis 1060m aufsteigen durften. In Pirna jedoch hat man einen fast unbegrenzten Luftraum und somit die Möglichkeit bis zu 2300m hoch zu fliegen.

So haben die Flugschüler dies auch ausgenutzt und erste Erfahrungen mit solchen Höhen gemacht. Dadurch waren ohne häufige Thermiksuche sehr lange Flüge auch für Flugschüler möglich. Einige Tage zeigten sich jedoch nicht von der besten Seite. Man konnte zwar durchgehend jeden Tag fliegen, was bei einem Fluglager normalerweise recht ungewöhnlich ist. Jedoch kam es zu sehr starkem Regen, der dazu führte, dass man den Flugbetrieb entweder abbrechen oder pausieren musste. So ein Regen hat auch schnell dazu geführt, dass der Platz unter Wasser stand. Zu unserem Glück jedoch hielten unsere Zelte und so verbrachte man einen Tag mit ,,Gammeln im Objekt“. So nannten die ortsansässigen Piloten das Abwarten eines Schauers oder Gewitters im ,,Objekt“ bei uns auch ,,Clubheim“ genannt.

Bei schlechtem Wetter nutzte man aber auch die Gelegenheit in die Innenstadt zu einem obligatorischen Erdbeerbecher zu fahren. Anschließend verbrachte man die Abende mit Abendessen geliefert von einem örtlichen Metzger oder beim gemeinsamen Grillen mit einem Steak und Svens hervorragendem Kartoffelsalat. Nach dem Abendessen kamen aber schon einige Mitglieder des Aeroclub Pirna und warfen das Wort ,,Flunky Ball“ in die Runde. So spielten wir mit viel Engagement gegen bzw. mit den Hamburgern gegen die Mitglieder des Aeroclub Pirna. Den letzten Abend verbrachten wir noch einmal zusammen in einer Pirnaer Gaststätte.

 

Fazit:

 

Ein erfolgreiches Fluglager ging leider zu Ende. Andreas, Eric, Ivan, Guido, Florian, Gerd, Janusz, Wilfried, Markus, Jürgen, Hannah, Sven, Uwe, Matthias, Sebastian, Jonas, Thomas, Marcel und Gerhard hatten riesigen Spaß. Sowie die Flugschüler als auch die Scheininhaber konnten viel aus dem Fluglager mitnehmen und hatten die Gelegenheit viel Flugerfahrung zu sammeln. Somit freuen wir uns Pirna eventuell ein weiteres Mal zu besuchen.

 

Flugzeuge:

– DG1000 (B4)

– ASK 21 (B5)

– ASW 19 ,,Roisdorf“ (B9)

– Astir CS ,,Grobert“ (B1)

– LS4a (4A)

– Ka 6 CR (B6)

– Uwes ASW 19 ,,4 Bier“ (4B)

 

Meine letzten 8 Tage als Flugschüler

Am 11. August 2018, im diesjährigen Sommerfluglager Wershofen in der Eifel, habe ich mich am Morgen bereit gemacht den 50 Kilometer Flug anzutreten. Schnell war das dortige Flugwetter über den Deutschen Wetterdienst eingeholt und ausgewertet. Die Flugroute war am Vortag bereits erstellt und nach einem kurzen Blick des Fluglehrers kam das „Ok, du bestimmts wann du starten willst! Kleiner Tipp warte noch ein bisschen.“ „Meine letzten 8 Tage als Flugschüler“ weiterlesen

Osterlager Achmer 2018

Im Rheinland sagt man, wenn etwas mehr als zweimal in Folge gemacht wird, dann ist es eine Tradition. So sind wir die Osterferien 2018 traditionell nach Achmer in der norddeutschen Tiefebene gefahren. Vom 29. März bis zum 7. April waren wir mit 25 Segelfliegern und Segelfliegerinnen zu Gast beim Osnabrücker Verein für Luftsport, kurz OVfL.  „Osterlager Achmer 2018“ weiterlesen

Fliegerlager 2017 in Laucha

Die Segelflugschule in Laucha an der Unstrut verspricht aufgrund des Kalksteinbodens und des unmittelbar an den Flugplatz angrenzenden Hangs ideale Segelflugbedingungen. Deshalb machten sich in der Zeit vom 25.06. bis zum 08.07.2017 acht Piloten des LSV mit der LS4a, der ASW19, der Ka6CR und Uwes ASW19 auf den Weg nach Sachsen-Anhalt (ca. 450 km ab Bonn-Hangelar). Guido hatte uns angemeldet und alles bestens organisiert.

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Sommerfluglager 2017 in Leibertingen auf der Schwäbischen Alb

Das Sommerfluglager 2017 wurde von Andreas Röttgen zum Ende der Ferien vom 14. bis zum 23. August organisiert. Ziel war der Flugplatz Leibertingen auf der Schwäbischen Alb, der in unmittelbarer Nähe des Donautales zwischen Tuttlingen und Sigmaringen und ca. 30 km nördlich des Bodensees gelegen ist. Der Flugplatz bietet ein großes Fliegerheim (s. Foto) mit Aufenthaltsräumen und einer Küche sowie Schlafplätzen unter dem Dach. Unmittelbar neben dem Gebäude besteht auch die Möglichkeit zum Campen.

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Osterlager Achmer (EDXA) 2015

Um 18 Uhr war eigentlich geplant, sich in Hangelar zu treffen, da aber einige zu spät waren und das Einräumen der Anhänger etwas länger gedauert hat, kamen wir erst gegen 19 Uhr los. Außerdem wurden kurzerhand die Mitfahrer getauscht. Als es dann endlich losging, verfuhr sich das Team der „Air Force One“ direkt einmal, kam aber dennoch, da sie die staufreie Strecke erwischten, als Erstes an. Nach denjenigen, die keine Flieger zogen, verständlicherweise. Folgende Vereinsflugzeuge durften die „achmeranerische“ Höhenluft schnuppern: Twin Astir (Twinbert),  ASK 21, DG1000, LS4, LS4-b, ASW 19b. Als wir dann endlich, nach einer Burger-King Pause, in Achmer gegen 22:30 Uhr eintrafen, waren alle heilfroh, nach einem Feierabendbier endlich in ihren im Scheinwerferlicht aufgebauten Zelten zu nächtigen.

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